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Mit der Sensibilisierung für die Klimakrise entstand auch ein Boom rund um alle Begriffe, die das Klima und die Umwelt betreffen. An das inzwischen fast langweilig erscheinenden Adjektiv „umweltfreundlich“ reihen sich eine Vielzahl an CO₂ und Klima Beschreibungen. Ob beim Onlineshopping, Einkauf im Supermarkt oder Besuch beim lokalen Lieblingskaffee, überall lassen sich die Labels finden. Von einem klimaneutralen Versand über eco-friendly Verpackungen zu klimaneutralen Pappbechern. Doch was steckt hinter diesen Begriffen? Wir wollen heute ein Stück weit Licht ins Dunkel bringen und euch ein paar der Begrifflichkeiten näher erklären.

Klimaneutral:

Klimaneutralität entsteht, wenn sich die Kohlenstoffemission, also das Freisetzen von CO₂ in die Atmosphäre mit der Kohlenstoffaufnahme durch die Umwelt ausgleicht. Wälder und Ozeane beispielsweise lassen sich als Kohlenstoffsenken bezeichnen. Das bedeutet, sie nehmen mehr CO₂ auf als sie selbst ausstoßen. Damit lässt sich auch der Trend rund um das „Bäume pflanzen“ begründen. Wenn auf einem Produkt klimaneutral steht oder ein Versand klimaneutral ist, investiert das Unternehmen in Kohlenstoffsenken, um die entstandene CO₂ Emission bei der Produktion oder dem Versand zu kompensieren. Alternativ ist das Unternehmen bestrebt, Prozesse CO₂ frei oder ärmer zu gestalten, zum Beispiel durch Paketlieferungen mit dem E-Bike statt mit dem Auto.

Mehr Informationen zum Begriff und Tipps, wie ihr euer Unternehmen klimaneutral gestalten könnt, findet ihr hier.

CO₂-negativ:

Aus der obigen Begriffserklärung lässt sich auch die Definition für die Bezeichnung CO₂ negativ ableiten. Um sich als CO₂ negativ bezeichnen zu können, muss mehr CO₂ von der Umwelt aufgenommen und kompensiert werden als ausgestoßen wird. Das heißt Unternehmen oder Produkte mit dem Label CO₂ negativ investieren aktiv in die CO₂ Reduzierung der eigenen Gesamtemissionen.

Aufgepasst: Neben dem Begriff CO₂-negativ gibt es auch die Bezeichnung klimapositiv, die als Synonyme verwendet werden kann.

eco-friendly:

Eco-friendly bedeutet übersetzt umweltfreundlich und ist als Begrifflichkeit sehr vage. Laut Duden spricht man von umweltfreundlich, wenn „die natürliche Umwelt nicht (übermäßig) beeinträchtigt“ wird. Das bedeutet, ohne verifizierte Gütesiegel kann sich grundsätzlich jedes Unternehmen und Produkt mit dem Label „umweltfreundlich“ schmücken, wenn in irgendeiner Form an die Umwelt gedacht wird. Es handelt sich um keinen geschützten Begriff. Die Gefahr von Greenwashing ist groß. Achtet auf Zertifizierungen wie der blaue Engel, das offizielle Umweltzeichen der Bundesregierung. Im Falle von Textilprodukten kann man sich am grünen Knopf oder dem GOTS (Global Organic Textile Standard) orientieren.

Das gilt im Übrigen auch für den Begriff der Klimaneutralität. Häufig werden einzelne Prozesse klimaneutral gestaltet, was das Produkt als solches aber noch lange nicht 100 % klimaneutral macht. Ob sich hinter dem Versprechen aktives, klimaschonendes Handeln verbirgt, bleibt oft unklar.